IFO 2022 RAUM. MACHT. INKLUSION.


Vom 23. Bis 25. Februar fand die 35. Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen statt, heuer von der Universität Innsbruck geleitet.

Bei der Tagung ging es vor allem um die Erforschung Inklusiver Räume und die Weiterentwicklung der individuellen Inklusionsräume von Menschen mit Behinderung.

Wir von Inkluenza wurden eingeladen, ein Panel zu moderieren und einen Vortrag über die „Die Dynamik Inklusiver-Räume am Beispiel von Menschen mit schweren Behinderungen“ zu halten.


Im Vortrag wurden von Thomas Stenitzer die speziellen Merkmale der Inklusionsräume von Menschen mit hohem Pflege- und Assistenzbedarf in den Bereichen Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit aufgezeigt und auf den notwendigen personenzentrierten Ansatz hingewiesen. Selbstbestimmung versus Versorgung steht gerade beim Wohnen oft im Spanungsfeld der betroffenen Personen, der öffentlichen Hand und der Trägerinstitutionen.


Inklusionsräume sind keine starren Gebilde, sondern sie sind einer ständigen Veränderung unterworfen. Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Interessensvertretungen drücken die Inklusionswände/Inklusionskorsette von Innen – Pushmethode - um den Inklusionsraum zu vergrößern und neue Angebote zu erhalten. Der Bund, die Länder und Gemeinden ziehen mit neuen Angeboten und besseren gesetzlichen Rahmenbedingungen – Pullmethode - die Inklusionswände nach außen. Wichtig dabei ist stets die Frage „Wer sind die Spieler und wer der Ball im Inklusionsprozess?“


Thomas Stenitzer stellte obige Frage und zwei Hypothesen zur Diskussion:


Hypothese 1: „Inklusion ist günstiger als Exklusion“

Hypothese 2: „Ohne Push der Betroffenen gibt es kein Pull der öffentlichen Seite“


Was ist Eure Meinung dazu?

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